Erschienen am:  11.12.2018    |    Kategorie:  So schützen Sie Ihre Gesundheit!
Schluss mit der Frühjahrsmüdigkeit
Jetzt Frühlingssonne tanken und Vitamin-D-Speicher füllen
In der Natur erwacht nun alles wieder zu neuem Leben, doch über die Hälfte aller Deutschen kämpft Jahr für Jahr mit der Frühjahrsmüdigkeit. 54 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen klagen über typische Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und eine verringerte Leistungsfähigkeit. Vor allem im März und im April treten außerdem Kreislaufschwäche, Schwindelgefühle, Gereiztheit, Wetterfühligkeit sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf. Das liegt daran, dass sich der Biorhythmus des Körpers am Tageslicht und dem Wechsel der Natur orientiert. Bei Frühjahrsmüdigkeit gerät der innere Takt vorübergehend aus dem Gleichgewicht, der Organismus ist ausgelaugt.

Hauptursache Hormone
Die Gründe für Frühjahrsmüdigkeit sind vielfältig. Eine entscheidende Rolle spielt der Hormonhaushalt. Zum einen sinkt der Serotoninspiegel über die Wintermonate ab; dieses Hormon kann nur mit viel Tageslicht gebildet werden und spielt für das Wohlbefinden eine große Rolle. Stattdessen kann das Schlafhormon Melatonin in dieser Zeit besonders gut arbeiten und macht auch tagsüber müde.

Frühlingssonne

Auch die Reserven des „Sonnenhormons“ Vitamin D sind jetzt weitestgehend aufgebraucht. Von November bis Mitte März ist die Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden zu flach und generell zu gering. Dadurch kann die Haut nicht genügend Vitamin D herstellen, so dass der Organismus auf die körpereigenen Speicher und die Ernährung zurückgreifen muss. Relevante Mengen des Prohormons findet man allerdings nur in Fettfischen und Lebertran.
Deshalb gilt jetzt: Raus in die Frühlingssonne und an die frische Luft! Schon 10 bis 15 Minuten Spazierengehen oder Radfahren drei- bis viermal die Woche bei Sonnenschein helfen, die Vitamin-D-Speicher wieder aufzufüllen. Vorsicht: Sonnenbrand vermeiden!

Wechselduschen für den Kreislauf
Die Schuld für Schwindel und Kreislaufschwäche schiebt man den Temperaturschwankungen zu: Steigende Temperaturen lassen den Blutdruck sinken, die Gefäße weiten sich. Durch das Auf und Ab des Thermometers kann sich der Körper manchmal nicht schnell genug anpassen; das kann zu Kreislaufbeschwerden führen. Experten empfehlen, bei Kreislaufbeschwerden mit Wechselgüssen in den Tag zu starten. Dazu braust man zuerst Arme und Beine, dann den Rumpf abwechselnd mit heißem und kaltem Wasser ab. Die Wechseldusche sollte etwa fünf bis zehn Minuten dauern und mit einem kalten Guss beendet werden.

Power-Food zum Entschlacken
Falsche Ernährung kann bei Abgeschlagenheit ebenfalls eine Rolle spielen: Im Winter neigt man dazu, generell zu viel und zu fett zu essen. Doch besonders im Frühjahr benötigt der Körper mehr Vitamine und Proteine als sonst, und die Ernährungssünden schlagen zu Buche. Mehrere kleinere Mahlzeiten statt zwei oder drei große sind deswegen gerade zu Beginn des Frühlings empfehlenswert. Ebenfalls wichtig ist eine entsprechende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr: Denn jetzt kann der winterbedingt belastete Körper Unterstützung beim Entschlacken besonders gut gebrauchen.

Bewegung unterstützt den Stoffwechsel
Für einen Stimmungskick sorgt auch Sport - am besten draußen und bei jedem Wetter. Sport unterstützt Kreislauf und Hormonhaushalt und verbessert so die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit. Ebenfalls empfehlenswert: Richten Sie sich nach dem Tagesrhythmus! Wer mit Sonnenaufgang aufsteht und nicht zu spät ins Bett geht, tankt ein Maximum an Tageslicht und bekommt garantiert genug Schlaf. Achten Sie auch im Alltag auf genügend Bewegung. Wer die Treppen statt des Fahrstuhls und das Rad anstelle des Autos nimmt, regt den Kreislauf an und tankt gleichzeitig Sauerstoff - beides gute Hilfsmittel für mehr Energie und Aktivität.

Sollten sich die Symptome längere Zeit halten und nicht verbessern, sollte man einen Arzt konsultieren; im schlimmsten Fall könnte es sich um Hinweise auf eine andere Erkrankung (bspw. Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen) handeln.

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